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Spanische Firma stellt Ernteroboter her

Ein in Spanien entwickelter Roboter soll laut neusten Berichten dazu in der Lage sein Erdbeeren und Paprikas zuverlässig ernten zu können. Hierbei erkennt er mithilfe von Kameras und Sensoren, ob die Frucht reif genug ist.

Bei dem Ernteroboter für Paprikas stellte vor allem die Entwicklung geeigneter Greifwerkzeuge eine große Herausforderung dar. Diese müssen mit Schneidewerkzeuge so koordiniert werden, dass der Roboter flüssig den Erntevorgang durchführen kann. Durch einen speziell angefertigten Roboterarm wird das frisch geerntete Gemüse daraufhin in einen passenden Behälter befördert.

Darüber hinaus soll der Roboter auch für die Pflege der Pflanzen eingesetzt werden können. Hierbei könnte er beispielsweise Dinge wie das Bewässern oder das Anbringen von Pflanzenschutzmitteln übernehmen. Weiterhin wäre auch das Beschneiden der Äste eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit.

Forscher der Firma Agrobot haben außerdem einen Ernteroboter für Erdbeeren hergestellt. Dies war eine besondere Herausforderung, da Erdbeeren sehr empfindlich sind und schon bei kleinsten Schäden schnell verderben. Da das Erdbeerpflücken durch das ständige Bücken und in Spanien auch durch die starke Hitze eine extrem harte Arbeit darstellt, könnte so ein Roboter eine wirkliche Arbeitserleichterung sein. Laut Hersteller arbeitet der Roboter so effektiv, dass er sechs Arbeitskräfte ersetzen kann.

Da so ein Roboter momentan noch etwa 100.000 Euro kostet, wird es wahrscheinlich noch etwas dauern, bis solche Geräte die menschlichen Arbeitskräfte komplett ablösen. Die Fortschritte in der Entwicklung sind momentan jedoch rasant und schon in wenigen Jahrzehnten könnte es schon so weit sein, dass Roboter einen Großteil der landwirtschaftlichen Arbeiten übernehmen.

Dies könnte negative Auswirkungen auf die Arbeitslosenzahlen in ländlichen Gebieten haben. Allerdings kann man diese Entwicklung auch positiv sehen, da vor allem Erntejobs zu den unbeliebtesten Jobs überhaupt zählen und daher viele  Landwirte große Probleme haben geeignete Arbeitskräfte zu finden.

Ich habe selbst während meines “Work and Travel” Jahres in Australien vor einigen Jahren für ein paar Monate als Erntehelfer gearbeitet. Im Nachhinein kann ich versichern, dass es deutlich angenehmere Jobs gibt. Meistens ist man froh, wenn man es trotz starker Rückenschmerzen überhaupt zur Arbeit schafft.

Darüber hinaus entstehen natürlich auch Arbeitskräfte, da diese für die Entwicklung, Wartung sowie in Instandhaltung der Roboter benötigt werden.

 

 



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