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Anzahl von Robotern in Operationsälen nimmt immer weiter zu

Die Verantwortung von Ärtzen im Operationssaal ist enorm. Sie müssen über Stunden ihre Konzentration extrem hoch halten und schon durch einen kleinen Fehler kann man das Leben eines Menschen gefährden. Nach Schätzungen der AOK sterben jedes Jahr etwa 20.000 Menschen durch Behandlungsfehler in Krankenhäusern. Die Dunkelziffer könnte hierbei jedoch noch deutlich höher liegen.

Roboter arbeiten zuverlässiger und genauer als Ärzte

Viele Ärzte sind überarbeitet, sodass es fast unmöglich für sie ist immer ihre volle Konzentration zu bewahren. Darüber hinaus liegt einfach in der menschlichen Natur Fehler zu machen. Während dies in den meisten Lebensbereichen kein großes Problem darstellt, ist diese Tatsache im Operationssaal verheerend, da so Menschenleben gefährdet werden. Im Gegensatz zu Menschen werden Roboter nie müde und verlieren nie die Konzentration. Sie könnten also schon in naher Zukunft genau wie Roboterautos dafür sorgen, dass jährlich tausende von Menschenleben gerettet werden. Im Gegensatz zu Kampfrobotern haben sie somit auch einen wirklich sinnvollen Nutzen.

Schon heute werden täglich Operationen von Robotern ausgeführt. So kommen sie zum Beispiel bei sogenannten minimal-invasiven Eingriffen zum Einsatz. Bei dieser Art von Operation müssen bei dem Patienten kleinste Schnitte durchgeführt werden. Dabei muss ein Endoskop in den Patienten eingeführt werden, um mit Hilfe einer Kamera in das Körperinnere geschaut wird. Damit nun die Schnitte durchgeführt werden können, braucht der Arzt höchste Konzentration. Außerdem muss das Endoskop möglichst ohne Zittern gehalten werden. Hierfür eignen sich Roboter perfekt. Sie zittern nicht und können Bewegungen des Arztes ohne Probleme in eine kleinere Größenordnung umgerechnet werden. Der Arzt steuert hierbei die Bewegungen mit Hilfe eines Joysticks.

Roboter machen ebenfalls Fehler

Dies hört sich alles sehr gut an und Vieles davon ist es auch definitiv. Allerdings gibt es auch Probleme und Gefahren bei Robotern im Operationssaal. Zum Beispiel wurde in den 1990er Jahren ein sogenannter Robodoc in vielen Operationssälen in Deutschland eingeführt. Dieser hat jedoch bei vielen Operationen schwerwiegende Fehler gemacht. Beispielweise wurde zu viel vom Knochen angefräst oder er hat die Muskeln der Patienten so stark gedehnt, dass diese nach der OP noch ziemlich lange Schmerzen hatten. Zum Glück ist dieser Roboter mittlerweile wieder aus den Operationssälen verschwunden.

Fazit – Roboter in Operationssälen

Als Fazit lässt sich sagen, dass Roboter sehr viele Chancen bieten, um in Zukunft besser, genauere und sicherere Operationen durchzuführen. Außerdem bieten sie die sehr gute Möglichkeit, Ärzte, die oft überarbeitet sind und eine extrem hohe Verantwortung haben zu entlasten. Auf der anderen Seite ist es jedoch auch sehr wichtig, dass die entwickelten Modelle vor dem flächendeckenden Einsatz sehr genau getestet werden, sodass es nicht wieder zu einem Fiasko, wie mit dem Robodoc kommt. Momentan sind die meisten Roboter in ihrer Entwicklung noch sehr eingeschränkt und wahrscheinlich wird es noch sehr lange dauern, bis sie den Menschen komplett ersetzen können (falls dies überhaupt jemals passieren wird). Die beste Lösung besteht wahrscheinlich darin, dass Menschen und Roboter zusammenarbeiten und sich jeder auf seine Stärken fokussiert. Während Roboter bei handwerklichen Dingen deutlich zuverlässiger sind, sollten sich die Ärzte auf die Kommunikation mit den Patienten fokussieren und diese mental auf die Operation vorbereiten.

 



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